Lage
Südlich von Pattensen, westlich der B3 liegt die kleine Ortschaft Oerie inmitten der fruchtbaren Felder des Calenberger Landes. Der als kleiner Wohnplatz angelegte Ort, mit vier Straßen, gehört mit zu den ältesten Siedlungen des Stadtgebietes in Pattensen. Erstmals urkundlich wurde Oerie 1033 erwähnt. Oerie ist seit dem 01.03.1974 ein Ortsteil der Stadt Pattensen.
In Oerie leben 255 Einwohner (Stand: 01.07.2026). Damit handelt es sich zahlenmäßig um den kleinsten Ortsteil1 im Bereich der Stadt Pattensen.
Historische Einwohnerzahlen von Oerie:
1848 – 187 Einwohner
1872 – 198 Einwohner
1890 – 210 Einwohner
1905 – 175 Einwohner
1925 – 202 Einwohner
1939 – 170 Einwohner
1946 – 389 Einwohner
1950 – 384 Einwohner
1951 – 394 Einwohner
1956 – 324 Einwohner
1961 – 294 Einwohner
1965 – 281 Einwohner
Weitere interessante Informationen:
- Die Fläche der Gemarkung Oerie beträgt ca. 5,55 Quadratkilometer2
- Daraus ergibt sich eine rechnerische Bevölkerungsdichte für Oerie von ca. 46 Einwohner pro Quadratkilometer (dabei ist der eigentliche Ortskern natürlich wesentlich kleiner)
- Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte für ganz Pattensen beträgt 230 Einwohner pro Quadratkilometer3
- Bei einer Gesamteinwohnerzahl von Pattensen beträgt ca. 15.000 Einwohner, bei einer Gesamtfläche von 67 Quadratkilometer. So beträgt der Oerier Anteil an der Gesamtbevölkerung 1,7 %, aber der Anteil an der Gesamtfläche 8,2%. Somit tragen die Oerier überproportional zu Pattensens Gesamtfläche bei (Faktor 20) …. 😉
Dorfstruktur
Als bäuerliche Siedlung und wegen seiner abseitigen Lage hat Oerie in den Auseinandersetzungen der vergangenen Jahrhunderten keine bedeutende Rolle gespielt und konnte daher sein von Höfen geprägtes Bild bewahren.
Durch die reichen Höfe entwickelten sich große landwirtschaftliche Betriebe. Die ehemaligen Hallenhäuser sind seit Ende des 19.Jh. durch moderne Wohn- und Wirtschaftsgebäude in Ziegelbauweise unter Halbwalmdach ersetzt worden. Sie umschließen dreiseitig den meist längsrechteckigen Wirtschaftshof, der zur Strasse durch eine Mauer abgegrenzt ist.
Nach und nach weichen aber auch die traditionellen Bauten, in den meisten Fällen angrenzende Lagergebäude, einfacheren Zweckbauten. An einigen Gebäuden werden jedoch auch Renovierungsarbeiten zum Erhalt der ursprünglichen Baustruktur unternommen. Eine Vielzahl von ehemaligen Hofstelle befinden sich nicht mehr in landwirtschaftlicher Nutzung und dienen hauptsächlich als Wohngebäude
Von den Fachwerkbauten sind wenige erhalten. Sie sind sehr einfach abgezimmert oder durch bauliche Maßnahmen stark verändert und daher von nur geringem denkmalpflegerischen Wert.
Von störenden Neubauten ist der Ortskern, der als denkmalpflegerisches Interessengebiet ausgewiesen ist, weitgehend verschont geblieben. Auf einzelnen ausgewiesen Flächen wurden Neubauten errichtet.
Die kleinen Siedlungserweiterungen sind im Norden und Süden entstanden. (Anmerkung: Im Bereich „Zum Walde“ entstand mit fünf Neubauten eine der größten Erweiterungen der letzten 30 Jahre, Stand 2023)
- Auf Pattensen.de wird der Ortsteil Thiedenwiese zu Vardegötzen gezählt. Thiedenwiese alleine ist kleiner als Oerie ↩︎
- https://geoindex.io/gemarkungen/034923 ↩︎
- https://www.pattensen.de/Bürger-Familie/Zahlen-Daten ↩︎


