Geschichten und Anekdoten

Der Oerier Spielplatz

Eine paar Eindrücke vom Bau und der Einweihung des Spielplatzes. Der damalige Ortsbürgermeister Hans-Friedrich Wulkopf hatte ihn im Radio gewonnen. Und an einem heißen 02.Juli 2009 wurde der Spielplatz aufgebaut….

Fotos von den Vorbereitungen, dem Aufbau und der Eröffnung
Der Aufbau, übertragen auf Radio Antenne

Audiomitschnitte von Radio Antenne. Der Aufbau am 02.Juli wurde von dem Radiosender begleitet.

Das erste Interview: Gespräch mit Ortsbürgermeister Hans-Friedrich Wulkopf.

„Wie Ferien auf dem Bauernhof“…..

Interview mit Meike Schwigon. Grüsse von Amélie, Sophia, Letizia und Benedikt.

Interview mit Nicole.

„Rekordverdächtiger“ Aufbau…

Grüße der Mütter und der Kinder

Der Spielturm ist errichtet… ein Rohr ist „angepikt“… die Hüpfburg steht auch schon….

Der Grill ist angeschmissen. Interview mit Meike Schwigon. Lob an alle…..

Vorort mit Stefan Hox mit Planschbecken. „Oerie stellt alles auf die Beine“.

Interview mit Bauleiter Torsten Tiller, Ein Lob an Oerie von Haken Turan.

Ein Lob an die Dorfgemeinschaft. Interview mit einem stolzen Hans-Friedrich Wulkopf

17:40, der Spielplatz ist errichtet – Oerier im Radio


Das Oerier Scheunenfest – Ein Video von 1992

Was 1980 als Laternenumzug begann, war zum Schluß über die Grenzen von Oerie bekannt: Das Scheunenfest auf dem Hof der Familie Zieseniß, in der Mitte von Oerie.

Mit vielen freiwilligen Oerier Helfern wurde ein Fest auf die Beine gestellt, an dem Jung und Alt gefallen fanden. Es gab u. a. eine Hüpfburg, auch mal ein Karussell, Kinderschminken, Dosenwerfen, eine Kaninchenausstellung und vieles, vieles mehr. Am Nachmittag gab es dann selbstverständlich Kaffee und Kuchen in der Scheune. Eine zeitlang gab es sogar eine kostenlose Lostombola für die Kinder. Nicht fehlen durften selbstgemachte Schmalz- und Bratenbrote….

Als der Abend hereinbrach da wurde ein großer Laternenumzug durch Oerie veranstaltet. Zurück auf dem Hof gab es dann selbstverständlich Bratwurst und kühle Getränke. Und zum Abschluss gab es dann den Tanz auf der Tenne.

Im Jahr 2012 wurde das Scheunenfest ein letztes Mal in Oerie veranstaltet…..zu groß war der Aufwand (auch bezüglich behördlicher Auflage) und auch die Konkurrenz zu anderen Veranstaltungen war immer größer

Im Jahr 1992 hatte ich einfach mal mit meiner Hi8-Kamera ein paar Momente vom Scheunenfest festgehalten. Ohne Drehbuch, einfach mal drauf….und so gibt es zum Beispiel eine Szene wo sich über die Qualität des Kuchenteigs unterhalten wird.

Ich muss eingestehen, dass die Filmszenen möglicherweise etwas kurz sind und inhaltlich nicht immer viel hergeben. Aber für alle, die das Oerier Scheunenfest noch selber erlebt haben, ist es sicherlich ein kleines Auffrischen der schönen Erinnerungen an diese Zeit. Und für alle jene, die vielleicht nur vom Oerier Scheunenfest gehört haben: Das war das große Oerier Fest, an dem fast alle mitgeholfen haben, um es für die Gäste und auch für die Oerier, zu einem schönen Erlebnis zu machen.


Die (neue) Sirene

Im April 2025 wurde in Oerie eine neue Sirene installiert. Sie wurde auf einem 13 Meter hohem Mast direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus aufgestellt. Es handelt sich um eine Elektronische Sirene ECN 600-D der Firma Hörmann. Hintergrund der Neuinstallation ist ein Förderprogramm des Landes Niedersachsens.

Die alte Sirene, eine Standardsirene vom Typ E 57 (Einheitssirene aus dem Jahr 1957, ursprünglich westdeutsche Standardsirene) heult mit einer Lautstärke von 101 dB(A) in 30 m Entfernung und einer Tonhöhe von (420 ±16,5) Hz bei (2800 ±110) Umdrehungen pro Minute. Von ihr wurden bis in die 1990er Jahre fast 60 000 Stück aufgestellt. Ihr Ton ist in ländlichen (dünnbesiedelten) Gebieten in 600 m Entfernung mit etwa 70 dB(A) hörbar. Quelle: Wikipedia

Die neue Sirene hat eine Lautstärke von 109 dB (A) in 30 m Entfernung mit einer Tonhöhe von 415 Hz / 425 Hz.

Da die E57 zur Erzeugung des Signals Drehstrom benötigt und keinen Batteriespeicher besitzt, ist die Sirene E57 nicht notstromfähig (Quelle: Firma Hörmann).

Die E57 wurde im Rahmen des Kalten Krieges als Standard-Sirene in Westdeutschland eingeführt und ersetzte ältere Modelle wie die L141 und L52. Sie war ein zentrales Element des Warnsystems und wurde sowohl für Luftschutzwarnungen als auch für die Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt. (Quelle: Sonnenburg.de)

Fotografien von der Bedienungseinheit der Sirene auf dem Hof Zieseniß. Laut Typenschild ist das Herstelljahr der Bedieneinheit 1962..

Aufnahme der E57 (auf den Hof der Familie Zieseniß)

Abschließend noch eine Tonaufnahme eines typischen Probealarms mit der E57 am ersten Samstag eines Monats um 12:30 aus dem Jahr 2025. Interessant ist auch das Auslaufen der Sirene am Ende.

Probealarm Sirene E57 in Oerie vom 03.05.2025
Sirene E57 auf dem Dach der Familie Zieseniß

Das Trafohäuschen

Das alte Trafohäuschen

Von 1957 bis 2021 stand am Ortseingang (Richtung Hüpede) das Trafohäuschen von Oerie. Der Netzbetreiber avacon hat mir dazu ein paar interessante Informationen gegeben:

Die Baukosten beliefen 1957 auf etwa auf 5.300 DM. Nach damaliger Kaufkraft entspricht das einem heutigem Wert von ca. 52.000 € (Quelle)

Es handelt sich um eine selbstausgebaute Station mit über Stützerisolatoren geführte Rundkupfersammelschienen. Dazu Trafo- und Streckenlasttrennschaler

Der damalige Versorger der das Trafohäuschen gebaut und das Versorgungsnetz in Oerie betrieben hat, war die Hastra AG.

Die neue Station

Vor der Außerbetriebnahme und dem Abriss des Trafohäuschens wurde in unmittelbarer Nähe eine neue Station errichtet (Bilder des Innenlebens aus einem baugleichen Typ an einem anderen Standort):

Im Gegensatz zu den alten Stationen, sind die Mittelspannungsschaltanlage und die Niederspannungsverteilung berührungssicher ausgeführt.

Als weitere Neuerungen sind die neuen Stationen fernsteuerbar und erfassen Messdaten. Das heißt, dass die Mittelspannungsstreckenschalter (mit Motorantrieb ausgestattet) von der Netzleitstelle aus geschaltet werden. Als Messdaten werden die Ströme und Spannungen der Mittelspannungsleitungen und die Trafobelastung erfasst und an die Netzleitstelle übertragen.

Die Baukosten incl. Abriss der alten Station betragen ca. das 22fache der oben angegebenen 5.300 DM (ca. 2.700 €).


Das Oerier Kriegsgefangenenlager Kommando Nr.1154

Während des zweiten Weltkrieges gab es in Oerie ein Kriegsgefangenenlager. Zu diesem gibt es ein offizielles Schriftstück. Aus diesem geht hervor, dass in dem Lager („Haus Nr.20“) 12-14 französische Kriegsgefangene untergebracht waren:

Aus Erzählungen weiß ich, dass es auch Kriegsgefangene bzw. Zwangsarbeiter anderer Nationen in Oerie gab, die auf den Bauernhöfen arbeiten mussten. An dieser Stelle möchte ich dazu anmerken, dass man nicht nicht trennscharf zwischen den Begriffen Kriegsgefangene und Zwangsarbeitern unterscheiden kann, denn auch die Kriegsgefangenen mussten Zwangsarbeit auf den Höfen vollrichten.

An dieser Stelle verweise ich diesbezüglich auf einen umfangreichen Wikipedia-Artikel.

Anmerkung: Auf Grund der Struktur dieser Seiten findet man den Artikel über das Kriegsgefangenenlager auf einer Seite u. a. mit den Geschichten über die Dorfgänsen oder dem festgefahrenen Trecker. Das soll jedoch keine Geringschätzung dieses Kapitels aus der Oerier Geschichte zwischen 1933 bis 1945 sein.


Heinz steckt fest

Heinz‚ John Deere hatte – damals üblich – nur angetriebene Hinterräder. Und bei der Fahrt in die alte Miste versank er zu tief mit der Vorderachse. Helfen konnte dann erst Karl Zieseniß mit seinem Fendt und unter kritischer Beobachtung der Feuerwehrkameraden 😉


Der Marder auf dem Oerier Platz

Im Herbst 1984 fand in Süd-Niedersachsen das NATO-Manöver „Lionheart“ statt.

Im Verlauf des Manövers musste ein Schützenpanzer Marder auf Grund eines technischen Problems auf dem Oerier Platz abgestellt werden. Aus meiner Erinnerung stand der Schützenpanzer mittig auf dem Platz. Als Kinder durften wir – unter Aufsicht der Soldaten – in den Schützenpanzer einsteigen. Ich habe dann auch noch mitbekommen, dass es im folgenden zu einem Großeinsatz der Polizei kam. Anscheinend hatten Demonstranten gegen das Manöver von dem liegengebliebenen Schützenpanzer erfahren. Dieser wurde – so weit ich weiß – beschmiert. Die Polizei war mit einer Vielzahl von Fahrzeugen in Oerie unterwegs war. Jahre später tauchte im Internet dazu sogar noch ein Dokument (die Ortsangaben sind etwas ungenau) auf:

Drucksache des Bundestages …. zu dem liegengebliebenen Schützenpanzer Marder in Oerie

Das Mitteilungsblatt von 1974

Am 01.03.1974 wurde Oerie in die Stadt Pattensen eingemeindet.

In der Zeit davor haben die Gemeinden Oerie und Hüpede und Oerie zusammen ein Mitteilungblatt veröffentlicht.

In der letzten Ausgabe beschreiben die Verfasser die Erwartungen der Bürger wenig optimistisch:

Am 1.März werden unsere beiden Gemeinden nach Pattensen eingegliedert. Welche Belastungen und welche Vorteile auf uns zukommen, wissen wir alle noch nicht. Daß es für unsere Bürger besser wird, bezweifeln die meisten! Unsere Verwaltung hat jedenfalls alles nur Mögliche getan,um alle unsere gemeindlichen Angelegenheiten vorher noch in Ordnung zu bringen, ohne uns finanziell zu überlasten und der neuen Stadt großen finanzielle Lasten zu hinterlassen.

Im Folgenden kann man die vier Seiten des letzten Mitteilungsblattes lesen:


Die Gänse

Wieder eine kleine Geschichte aus Oerie. Und zwar die der „Dorfgänse“….

Sind sind schon lange nicht mehr da und vielen sind sie sogar unangenehm aufdringlich aufgefallen:

Die Gänse, die für ein paar Jahre hinterm Mensinghof lebten. Sie liefen meistens frei herum und versuchten allzu oft, ihr Revier zu verteidigen.

Allerdings war das Federvieh sogar der Meinung, ihm gehöre die ganze Straße….

Dazu muss ich aber auch sagen, dass sie mir gegenüber relativ friedlich gesonnen waren.


Rund um die Dorf-Eiche am Nikolaustag

Die Altersgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Oerie hatte heute, am Nikolaustag, 06.12.2008, alle Dorfbewohner eingeladen, ab 15.00 Uhr zu einer kleinen Feier rund um die ‚festlich beleuchtete Dorf-Eiche auf dem Dorfplatz‘ zu kommen. Diese Einladung wurde sehr gerne angenommen (von Kirsten Steuer).

Bei heißem Kakao, Waffeln, Glühwein und Bratwurst trafen sich – von ca. 250 Einwohnern – zahlreiche Dorfbewohner.

Einige hatten einander länger nicht gesehen, da Viele auswärts arbeiten. Manche kannten sich noch gar nicht, da sie neu hinzugezogen oder nach längerem Studium wieder zurückgezogen waren.

Leider musste in diesem Jahr das Scheunenfest auf dem Hofe Zieseniß ausfallen – da war dieses Zusammenkommen ein schöner Anlass, sich wieder einmal im Dorf zu treffen. Die Geschehnisse des fast vergangenen Jahres wurden ausgetauscht und schöne Ereignisse noch einmal hervorgehoben.

Der Erlös aus dem Verkauf von Getränken und Speisen soll einem Spielplatz-Projekt zugute kommen. Für uns war es ein schöner Anlass, einmal wieder unseren lieben Christoph Sellhorn und einige Andere zu treffen und unsere neuen Nachbarn kennen zu lernen (Vielen Dank, Ines, Axel und Nele!)


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